Alle Beiträge von Digital Media Institute

Clear Channels DOOH-Screens über Broadsign SSP buchbar

Letzte Woche wurde die Partnerschaft zwischen der digitalen Out-of-Home (DOOH)-Marketingplattform Broadsign und dem weltweit zweitgrößten Außenwerber Clear Channel Outdoor (CCO) bekanntgegeben. Diese Partnerschaft ermöglicht es Marken, das US-DOOH-Inventar von CCO über Broadsigns programmatische Lieferplattform (SSP) Broadsign Reach zu nutzen.

 

 

Mit der Integration überschreitet der US-Bestand von Broadsign Reach nun 35.000 Bildschirme. DOOH Kunden, die Broadsigns Partner-Demand-Side Plattformen (DSPs) nutzen, können nun auf das US-Netzwerk von CCO zugreifen, das 26 Märkte im ganzen Land abdeckt. Darüber hinaus kann digitales Inventar an 50 der wichtigsten internationalen und regionalen Flughäfen von Clear Channel in Echtzeit programmatisch eingekauft werden.

 

 

“Die Reach-Plattform von Broadsign hat sich mit einer beeindruckenden Anzahl von DSPs im In- und Ausland integriert, so dass wir mit neuen Ad-Tech-Playern und deren Käufern über unsere gemeinsame Reach-Verbindung zusammenarbeiten können”, sagt Wade Rifkin, SVP/GM, Programmatic, Clear Channel Outdoor. “Marken erkennen den Wert, den die Programmatik dem OOH durch verbessertes Targeting, Schnelligkeit und Flexibilität bringt,…”

 

 

“Die Fragmentierung der DOOH-Bestände ist zu einem massiven Hindernis für das Wachstum der Branche geworden, so dass die Partnerschaft mit einem Marktführer wie Clear Channel Outdoor, um mehr Premium-Bestände in eine zentralisierte Lösung wie Reach zu integrieren, einen Schritt in die richtige Richtung darstellt”, sagte Adam Green, GM und SVP, Broadsign Reach.

 

 

https://broadsign.com/

UK: DOOH wächst um 17% im dritten Quartal

Outsmart_OOHOutsmart_DOOHOutsmart, die Handelsorganisation für die Out of Home (OOH)-Industrie, hat bekannt gegeben, dass der für das Quartal Juli bis September 2019 gemeldete Out of Home Umsatz den Gesamtmarkt im Vergleich zum Vorjahr um +9,8% von 300 Millionen Pfund in Q3 2018 auf 330 Millionen Pfund in Q3 2019 anwachsen ließ.

 
Die von PwC durchgeführte Studie macht deutlich, dass Digital Out of Home in Q3 ein Wachstum von +17,1% verzeichnete, vergleichbar mit Q2 (+17,2%) und stärker als im Q1 2019 (+11%).

 

Der Anteil von Digital am Gesamtumsatz im dritten Quartal betrug 54%. Classic Out of Home verzeichnete auch im dritten Quartal ein Wachstum (+2,4%), leicht über dem Niveau des zweiten Quartals (+2,3%).

 
Daten von Route zeigen außerdem, dass die anhaltenden Investitionen in digitale Bildschirme die Reichweite erhöhen. Digital Out of Home wird inzwischen jede Woche von 69% der erwachsenen Bevölkerung gesehen. Die Reichweite von Classic Out of Home hat wenig Raum zum Wachsen, 98% sehen jede Woche eine Plakatwerbung, eine Zahl, die in den letzten Jahren stabil geblieben ist.

 

Zum Vergleich: Alle DOOH-Werbeträger haben in Deutschland eine Nettoreichweite von 73%; im 3. Quartal lag im Außenwerbemarkt der Digitalanteil aber nur bei nur 28%.

 

https://www.worldooh.org/

Studie: Agenturen sagen Inhousing den Kampf an

704Das Marktforschungsunternehmen Forrester geht davon aus, dass die großen Agenturholdings ihre Aktivitäten zentralisieren und ihre Kaufkraft aktiver konsolidieren werden, auch um “Bedrohung durch Inhousing” abzuwehren.

 

Allein im dritten Quartal haben GroupM, IPG Mediabrands und MDC Media Partners neue Führungskräfte installiert, “die jeweils über eine langjährige Erfahrung im Zusammenführen und Aufbau von Kapazitäten verfügen”.

 

Vernetzungs- und Skalierungstechnologie, Daten und Agenturbestände auf Konzernebene, so Forrester, werden die Kaufkraft stärken. Das Ziel ist es, “den programmatischen Markt mit Digital-Buying-Fähigkeiten zu erobern und den Kunden fortschrittliche Inventare zu bevorzugten Preisen anzubieten”.

 

Laut IHAF/Forrester ist das Inhousing von Mediaplanung und Einkauf in diesem Jahr stark gewachsen (fast 30%). Personalisierte Kampagnen, die auf Effizienz und Größe ausgelegt sind, werden weiter wachsen, auch dank kreativer Adtech-Plattformen wie Celtra, Jivox und Revjet.

 

Forrester fasst den Ausblick so zusammen: “2020 wird das Jahr sein, in dem die Agenturen aufrüsten und wirkungsvollere Kampagnen und Erfahrungen bereitstellen. Da die Branche nahtlose Prozesse und effiziente Strukuren anstrebt, erwarten wir, dass die Agenturen,  endlich die Überreste ihres veralteten Modells demontieren und zentralisierte Strukturen und Fähigkeiten neu zusammensetzen, die durch skalierte Datentechnologie und Kreativität unterstützt werden”.

 

 

https://www.mediapost.com/

Australien verklagt Google wegen Nutzertäuschung

google_OZDie australische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde (ACCC) wirft Google vor, bei der Erhebung und Verwendung von Standortdaten Verbrauchern absichtlich falsche Angaben gemacht zu haben.

 

Die ACCC hat beim Bundesgerichtshof Klage gegen Google LLC und Google Australia Pty Ltd (zusammen Google) erhoben, weil sie angeblich irreführendes Verhalten an den Tag legen und den Verbrauchern gegenüber falsche oder irreführende Darstellungen über die von Google gesammelten, aufbewahrten und verwendeten personenbezogenen Standortdaten machten.

 

Die Klage bezieht sich auf die Erhebung von Standortdaten durch zwei Google-Konto-Einstellungen: eine mit der Bezeichnung “Standortverlauf” und eine mit der Bezeichnung “Web & App Activity”.

 
Die ACCC behauptet, dass es von Google irreführend war, den Verbrauchern von Januar 2017 bis Ende 2018 nicht richtig mitzuteilen, dass beide Einstellungen abgeschaltet werden mussten, wenn die Verbraucher nicht wollten, dass Google ihre Standortdaten sammelt, speichert und verwendet.

 

Die ACCC behauptet auch, dass die Bildschirmanweisungen von Google, die erklären, wie Standortdaten verwendet werden würden, wenn Kunden auf ihre Einstellungen “Standortverlauf” und “Web & App Activity” zugriffen, irreführend waren.

 
Ab März 2017, wenn Verbraucher auf die Einstellungen “Web & App Activity” zugriffen, und ab Mai 2018 auf die Einstellung “Location History”, zeigte Google auf dem Bildschirm Nachrichten an, die besagen, dass Standortdaten nur von Google für die Nutzung der Google-Dienste durch den Verbraucher erhoben und verwendet würden.

 
Google gab hingegen nicht bekannt, dass die Daten auch für eine Reihe anderer Zwecke verwendet werden können, die nicht mit der Nutzung der Dienste von Google durch den Verbraucher zusammenhängen.

 

ACCC Chair Rod Sims sagt dazu “Wir erheben Klage gegen Google, weil wir behaupten, dass Google als Ergebnis dieser Bildschirmdarstellungen hochsensible und wertvolle personenbezogene Daten über den Standort der Verbraucher gesammelt, aufbewahrt und verwendet hat, ohne dass sie (die Verbraucher) eine fundierte Entscheidung getroffen haben”.

 

 

https://www.accc.gov.au/

Programmatic DOOH auf dem Weg zum “Mainstream” in 2020

dig-20191030045902368Immer mehr Medienagenturen sagen, dass sie beginnen, ihre Teamstrukturen zu ändern, um einen programmatischen Handel mit Digital Out of Home zu ermöglichen.

 

Außerdem fordern sie Out-of-Home Medieninhaber auf, mehr digitale Bestände für den programmgesteuerten Handel bereitzustellen, wie eine Umfrage unter Medieneinkäufern und Spezialisten ergab.

 
In seinem jüngsten, alle zwei Jahre erscheinenden Bericht State of the Nation Global Marketplace, prognostiziert der programmatische DOOH-Handelsmarktplatz von JCDecaux, VIOOH, dass 2020 das Jahr sein wird, in dem programmatische digitale Außenwerbung “Mainstream” wird.

 

DOOH wächst fast doppelt so schnell wie die gesamte OOH-Branche, so die neuesten Zahlen der Advertising Association/Warc. Die britischen OOH-Spendings hatten 2018 einen Wert von £1,21 Mrd., und fast die Hälfte davon (49,9%) war digital. Für 2019 wird ein Wachstum von 6,9% prognostiziert, verglichen mit 13,4% für DOOH.

 

Joel Livesey, Director of Partnerships, EMEA, sagt voraus: “Programmatische Pipes werden für DOOH normal werden [2020]. Das heißt nicht, dass es die Go-to-Technologie wird – davon sind wir noch weit entfernt – aber wir werden weit über die branchenweit erste Phase hinausgehen, in der wir uns jetzt befinden.”

 

https://www.campaignlive.co.uk/

 

Australien: Monströse digitale Plakate tarnen sich als Münztelefone

TC_233351b0-5image_storyTC_625b1e36-a_Image_In_BodyIn Australien findet die erste große Umgestaltung der Telefonzelle seit 1983 statt. Aber Telstras neue Vision trifft auf den Widerstand einiger Räte, und die Angelegenheit wird inzwischen vor Gericht verhandelt.
Um die Payphones für die Bedürfnisse der modernen Australier fit zu machen, bieten die überarbeiteten Telefone von Telstra mobiles Laden, Wi-Fi-Zugang über Telstra Air (kostenlos oder über einen Telstra-Breitbandplan, je nach Gebiet) und große digitale Werbedisplays.

 

Wie bereits berichtet wehren sich nun aber zum Beispiel Melbourne und Sydney und weitere Stadtverwaltungen gegen diese neue Art von Telefonzellen in den Innenstadtbereichen.

 

Sydneys Oberbürgermeister Clover Moored beschrieb die neuen Stände als “Trojanisches Pferd für die Werbung”.

 

Gemäß den bestehenden Universal Service Obligation (USO) Vereinbarungen muss Telstra allerdings öffentliche Telefone als Teil seines Standard-Telefondienstes bereitstellen. Die USO ist eine Verbraucherschutzmaßnahme, die sicherstellt, dass jeder Zugang zu Festnetz- und Münztelefonen hat, unabhängig davon, wo er wohnt oder arbeitet. Telstra ist der einzige Anbieter von USO-Diensten in Australien.
Die USO wird durch eine von der Australian Communications and Media Authority verwaltete Industrieabgabe finanziert. Dies bedeutet, dass registrierte Anbieter mit Einnahmen von über 25 Millionen AUD pro Jahr zur Abgabe beitragen, einschließlich Telstra.

 

Im Jahr 2016 wurden 40 Payphones von den Planern der Stadt Melbourne genehmigt und im folgenden Jahr installiert, was den Beginn der Pläne von Telstra für einen landesweiten Rollout markiert. Telstra gab damals an, dass die Kabinen eine “low-impact” Infrastruktur seien und daher keine Planfeststellung gemäß dem Telekommunikationsgesetz 1997 (Cth) erforderlich sei. Im Jahr 2017 ging Telstra dann die Partnerschaft mit dem Außenwerbeunternehmen JC Decaux ein.

 

Es sollten ürsprünglich in Sydney, Melbourne, Brisbane, Adelaide und Perth zunächst 1.860 Payphones aufgerüstet werden. Diese fünf Städte machen 64% der Bevölkerung des Landes und 77% der Werbeausgaben aus. Anfang diesen Jahres wurde der Antrag von Telstra auf 81 neue Kabinen allerdings von der Stadt Melbourne blockiert, und die Stadt leitete ein Verfahren vor dem Victorian Civil and Administrative Tribunal ein, um die Kabinen neu zu definieren, da sie nicht low-impact wären.  Da der Rat 2017 die Installation von 40 Kabinen genehmigte, ist unklar, warum sich seine Position inzwischen geändert hat.

 

Der Stadtrat von Melbourne und Vorsitzende der Planungsabteilung, Nicholas Reece, kommentierte die Entscheidung damit, dass die neuen Münztelefone auf belebten Fußwegen zu Staus führen würden und beschrieb sie als “monströse digitale Plakate, die sich als Münztelefone tarnen“. Er sagte, die Stände seien “Teil einer Umsatzstrategie für Telstra”.

 

Allerdings hindert die Bundesgesetzgebung Telstra nicht daran, Werbung auf Münztelefonen zu schalten. So könnte der bestehende Gerichtsprozess von dem Argument des Stadtrats von Melbourne abhängen, dass die neuen Payphones von Telstra durch die Vergrößerung der digitalen Displays nicht mehr low-impact sind. Das Ergebnis des Prozesses wird Anfang nächsten Jahres erwartet.

 

https://menafn.com/

US: Facebook verliert weiter jüngere Nutzer

activate.inc2018-02-12-image-2Neue Studien sehen einen starken Rückgang bei der Nutzung von Facebook in Amerika.

 

Activate Inc. gibt an, dass Amerikaner in 2017 noch durchschnittlich 13 Stunden pro Monat auf Facebook verbrachten und inzwischen aber diese Zahl in 2019 um 26% auf knapp 9,5 Stunden pro Monat gesunken ist.

 

Mehrere Studien, darunter eine von eMarketer, haben auch die Bewegung jüngerer Nutzer (12-34) von Facebook weg und zu Diensten wie Instagram, Snapchat und TikTok verfolgt. Schon Anfang 2018 prognostizierte eMarketer, dass 2018 die Zahl der US-Facebook-Nutzer im Alter von 11 Jahren und jünger um 9,3 Prozent zurückgehen wird, während die Nutzer im Alter von 12 und 17 Jahren und 18 bis 24 Jahren um 5,6 Prozent bzw. 5,8 Prozent sinken werden. Das war das erste Mal, dass eMarketer einen Rückgang der US-Facebook-Nutzer in diesen Altersgruppen prognostizierte.

 

Facebook ist zwar nach wie vor bei den Mitgliederzahlen allen Wettbewerbern mit seinen mehr als 2 Milliarden Benutzern weltweit weit voraus. Aber die Nachricht, dass die Nutzer immer weniger Zeit auf der Website verbringen, könnte viel für große Marken bedeuten, die Hunderte von Millionen ausgeben, um auf Facebook zu werben.

 

Zusätzlich hat Facebook immer noch ein ernsthaftes Vertrauensproblem, nachdem es private Nutzerdaten missbraucht hat und jahrelang weniger als erwartet darüber informiert hat, wie es personenbezogene Daten in seiner Werbung verwendet.

 

Activate CEO Michael Wolf geht zwar nicht davon aus, dass Facebook von einem einzigen, ähnlichen Unternehmen verdrängt wird. Vielmehr werden eine Reihe kleinerer und fokussierter Communities systematisch mehr und mehr die Zeit abschöpfen, die Menschen im Facebook-Netzwerk verbringen.

 

https://www.fastcompany.com/

 

Google, Facebook & Amazon treiben globalen Werbemarkt an

Amazon-Google-Facebook-Montage-286808-detailnpIn der Horizont:

 

Das World Advertising Research Center (WARC) geht für das Jahr 2020 von einem weltweiten Gesamt-Werbevolumen in Höhe von 656 Milliarden Dollar aus, das entspricht einem Plus von 6 Prozent.

 

Gemäß der WARC Analyse würden die weltweiten Werbeausgaben allerdings gleich bleiben oder sogar leicht sinken, wenn nicht durch Performance Marketing, Online-Video und Social-Media-Werbung die Ausgaben angekurbelt würden. Durch Google inklusive Youtube, Facebook und Amazon wird in 2020 erstmals mehr als die Hälfte der globalen Spendings (336 Milliarden Dollar) ins Internet fließen.

 

Google und Youtube fließen laut WARC im kommenden Jahr 23,1 Prozent der weltweiten Werbeausgaben zu, was einer Steigerung des Umsatzes auf rund 151,5 Milliarden Dollar entsprechen würde.

 

Laut WARC-Forschungschef James McDonald sei die Prognose für 2020 zwar recht optimistisch, aber decke sich mit den Prognosen von IWF und Euromonitor. Außerdem wird davon ausgegangen, dass die Werbekonjunktur in 2020 von den anstehenden Großereignissen, wie den Olympischen Spielen und den US-Präsidentschaftswahlen, profitieren wird.

 

Mehr dazu in der Horizont:

https://www.horizont.net/