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Vodafone verordnet sich Entziehungskur bei Online-Werbung

walker-lisa-vodafoneNachdem Vodafone seit dem vergangenen Jahr Einkauf und Planung für Online und Mobile-Werbung selber macht, möchte sich das Unternehmen nun von dieser Art der Werbung stärker „entwöhnen“. Werbetreibende, die in reifen Märkten tätig sind, sollten laut Vodafone ihre Abhängigkeit von Online-Medien “verlernen”.

 

In ihrer Rede bei der Future of TV Advertising Global sagte Lisa Walker, Head of Medien und Sponsoring, dass Großbritannien einer der komplexesten und reifsten Märkte für digitale Werbung sei, sagte aber auch: “Wir müssen … die digitale Abhängigkeit dort verlernen, wo es zu viele Spendings gegeben hat.”

 

Vodafone, das vor kurzem seine Abteilungen für Verbrauchermarketing und Digitaltechnik zusammengelegt hat, um Innovation zu fördern, und das Unternehmen mit einem Markenrefresh und einer neuen Werbekampagne modernisiert hat, verfolgt nun laut Walker eine “ausgereifte digitale Strategie”.

 

Die neueste Kampagne läuft in Kinos, auf OOH-Screens, im Fernsehen und bei Spotify und zielt darauf ab, 98% der Erwachsenen in Großbritannien mehr als 15 Mal zu erreichen.

 

“Viele Werbetreibende, darunter auch Vodafone, haben erkannt, dass viele der sozialen Plattformen eine hohe Frequenz, aber sehr, sehr geringe Aufmerksamkeit haben”, sagte Walker. “Wenn man eine neue Marke oder ein neues Angebot lanciert, kann man dies nicht in eineinhalb Sekunden kommunizieren.”

 

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UK: Außenwerbung wächst stark, Digitalanteil über 50%

media820-20191218040926363 (002)Das neue Jahrzehnt beginnt, nach den Parlamentswahlen im vergangenen Monat, mit einigen optimistischen Prognosen für die britische Werbung.

 

Die Werbetreibenden hatten so lange mit der Unsicherheit des Brexit zu kämpfen, dass diese mittlerweile zum “New Normal” geworden ist und nun Boris Johnsons Sieg einen kurzfristigen Schub geben könnte, so Brian Wieser, Präsident des globalen Nachrichtendienstes der GroupM.

 

Die WPP-Medieneinkaufsgruppe hat einen Anstieg der britischen Werbeausgaben um 6,7 % auf 22 Milliarden Pfund für das Jahr 2020 vorgezeichnet.

 

Publicis Media’s Zenith hat eine immer noch ordentliche Wachstumsrate von 4,9% prognistiziert.

 

Wieser sagt, dass die Prognosen für Großbritannien im Vergleich zu den meisten anderen entwickelten Ländern ungewöhnlich gut sind und “es ist alles digital”. Außerdem folgen diese Steigerungen auf 10 Jahre nachhaltiges Wachstum der Werbeausgaben.

 

Großbritannien profitiert dabei von dem fortgeschrittenen Zustand seines digitalen Anzeigenmarktes und einem breiteren globalen Trend, da Digital-First-Unternehmen wie Google, Amazon und Netflix stark in Marketing investieren, um ihre Marken aufzubauen.

 

Im Jahr 2020 wird der Out-of-Home Bereich seinen starken Kurs fortsetzen – die Zahlen für das dritte Quartal 2019 zeigen ein Wachstum von 10%, wobei der Anteil des digitalen Out-of-Home Bereichs auf deutlich über 50% des Umsatzes steigt.

 

Es gab ein signifikantes Umsatzwachstum bei allen Formaten, einschließlich der klassischen Formate. Aber der Schwerpunkt liegt auf Digital Out of Home, wobei die Anbieter allein im Jahr 2019 £100 Mio. investierten, was zu einem 40%igen Anstieg der Bildschirme führt. Während DOOH überall in London zu finden ist, ergreifen auch andere große Städte und größere Orte diese Chance. Durch die Verbindung von digital und klassisch ist OoH jetzt ein stärkeres, flexibleres, vernetztes und besseres Angebot für Werbekunden als je zuvor.

 

Auch könnte dieses Jahr addressable TV-Werbung in Großbritannien interessant werden. ITVs neuer zielgerichteter Online-TV-Werbeservice Planet V wird nach einer Roadshow durch Medienagenturen im Februar live gehen, und Channel 4 wird seine Kanäle auf Sky’s AdSmart stellen, nachdem die beiden Sender im September letzten Jahres eine Vereinbarung getroffen haben.

 

GroupM erwartet aber, dass der britische TV-Werbemarkt in diesem Jahr stagnieren wird, was nur geringfügig besser ist, als der Rückgang von 2% im letzten Jahr. Allerdings kann die tatsächliche Entwicklung im Free-to-Air-Bereich des TV-Geschäfts in einem Jahr, in dem England Co-Gastgeber der Euro 2020 ist, nicht wirklich prognostiziert werden.

 

 

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DOOH UK: Clear Channel nimmt Decaux 12 Shopping Malls weg

CCHammerson_2-20200106101737302Clear Channel hat von Hammerson den Vermarktungsauftrag für ein Portfolio von 223 DOOH-Bildschirmen an den 12 wichtigsten Standorten des Immobilienunternehmens in Großbritannien erhalten.

 
Der Zuschlag folgt auf eine Ausschreibung und sieht vor, dass Clear Channel die Aufgaben von JCDecaux übernimmt. Das Portfolio umfasst Standorte wie Bullring & Grand Central in Birmingham, Brent Cross in London und Cabot Circus in Bristol.

 

Clear Channel sagt, dass die neuen Malls ab Juni das Mall-Netz auf fast 700 Bildschirme in 57 britischen Einkaufszentren erweitern werden. Clear Channel wird damit zum größten Betreiber digitaler Out of Home Bildschirme in Einkaufszentren im Vereinigten Königreich.

 

Die neuen Bildschirme werden die Zahl der Besucher im Mall-Netzwerk um 200 Millionen auf fast 900 Millionen und die wöchentlichen Einzelhandelsausgaben um £586 Millionen erhöhen, so dass sich die Gesamtausgaben im Netzwerk auf £1,6 Milliarden belaufen werden.

 

Howard Ebison, Betriebsleiter für Großbritannien und Irland bei Hammerson, sagte: “Wir sind bestrebt, unsere wichtigsten Ziele in Großbritannien für Verbraucher und Marken so attraktiv wie möglich zu gestalten. Das bedeutet nicht nur, dass wir die besten Einrichtungen und einen überzeugenden Marken-Mix anbieten, sondern auch, dass wir in das breitere Erlebnis investieren, und dazu gehören auch die Werbemöglichkeiten.

 

 

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Programmatic DOOH auf dem Weg zum “Mainstream” in 2020

dig-20191030045902368Immer mehr Medienagenturen sagen, dass sie beginnen, ihre Teamstrukturen zu ändern, um einen programmatischen Handel mit Digital Out of Home zu ermöglichen.

 

Außerdem fordern sie Out-of-Home Medieninhaber auf, mehr digitale Bestände für den programmgesteuerten Handel bereitzustellen, wie eine Umfrage unter Medieneinkäufern und Spezialisten ergab.

 
In seinem jüngsten, alle zwei Jahre erscheinenden Bericht State of the Nation Global Marketplace, prognostiziert der programmatische DOOH-Handelsmarktplatz von JCDecaux, VIOOH, dass 2020 das Jahr sein wird, in dem programmatische digitale Außenwerbung “Mainstream” wird.

 

DOOH wächst fast doppelt so schnell wie die gesamte OOH-Branche, so die neuesten Zahlen der Advertising Association/Warc. Die britischen OOH-Spendings hatten 2018 einen Wert von £1,21 Mrd., und fast die Hälfte davon (49,9%) war digital. Für 2019 wird ein Wachstum von 6,9% prognostiziert, verglichen mit 13,4% für DOOH.

 

Joel Livesey, Director of Partnerships, EMEA, sagt voraus: “Programmatische Pipes werden für DOOH normal werden [2020]. Das heißt nicht, dass es die Go-to-Technologie wird – davon sind wir noch weit entfernt – aber wir werden weit über die branchenweit erste Phase hinausgehen, in der wir uns jetzt befinden.”

 

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UK: Clear Channel erweitert sein Pub & Bar DOOH Netzwerk

princestrustsocialiteClear Channel betreibt mit seinem Socialite Network – bestehend aus 500 Digital Out of Home Screens bereits das größte Pub- und Bar-Netzwerk in Großbritannien.

 

Nun erweitert Clear Channel durch eine Kooperation mit der Stonegate Pub Company das Netzwerk um weitere 150 digitale Bildschirme.

 

Die neuen Bildschirme werden an Premium Standorten innerhalb der Pubs und Bars von Stonegate installiert, wo sie durch durch hohe Verweilzeiten und Full-HD-Bewegtbildinhalte punkten.

 

Darüber hinaus können die Betreiber der Pubs und Bars ihre eigenen Inhalte auf den Bildschirmen präsentieren. Auch Einspielungen in Echtzeit sollen im Netzwerk möglich sein.

 

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UK : Facebook und Google haben Onlinewerbung weiter fest im Griff

T10605Trotz der großen wirtschaftlichen Unsicherheit, die durch den Brexit ausgelöst wurde und der Reduzierung der Ausgaben für digitale Werbung in verschiedenen Branchen in Großbritannien, wachsen die Anteile von Facebook und Google am digitalen Anzeigenmarkt in der Region weiter.

 
Beide Unternehmen werden 2019 einen überwältigenden Anteil von 68,5% am britischen digitalen Anzeigenmarkt auf sich vereinen. Im vergangenen Jahr lag der Anteil noch bei 65,8%, und bis 2021 wird der Marktanteil von Facebook und Google bei gut 70% liegen.

 

Damit werden in diesem Jahr Google 8,27 Milliarden Dollar und Facebook 5,16 Milliarden Dollar mit Onlinewerbung in Großbritannien einnehmen.

 

Überall wird wegen des Brexit weniger ausgegeben, aber Facebook und Google haben von der Unsicherheit profitiert. Marken wenden sich den bewährten Werbeplattformen zu, von denen sie glauben, dass sie Ergebnisse liefern können, und die beiden Technologieunternehmen sind vor allem für kleine und mittlere Unternehmen in Großbritannien sichere Zufluchtsorte.

 

https://www.emarketer.com/

Global übernimmt MMD Media

glob-20191018082758175Ein Jahr nach Abschluss der Übernahme von Exterion expandiert Global nun in den Niederlanden.

 

Global hat das niederländische Digital Out-of-Home Unternehmen MMD Media übernommen, was signalisiert, dass es eine Expansion außerhalb Großbritanniens plant.

 
MMD Media ist auf Tankstellen spezialisiert und das Netzwerk umfasst 1.378 digitale Bildschirme an 607 Tankstellen in den Niederlanden.

 

Der Schritt stärkt die Position von Global als größter DOOH-Betreiber in den Niederlanden, mit mehr als 2.600 digitalen Bildschirmen, die 40% der niederländischen Bevölkerung erreichen.

 

Mittlerweile macht DOOH 33% des gesamten OOH-Marktes in den Niederlanden aus.

 

 

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Digitalisierung von OoH steigert Gewinn

jc-2019012803051159Eine neue Studie von Talon Outdoor, für die über einen Zeitraum von fünf Jahren ökonometrische Daten für Out of Home (OoH) Kampagnen von 112 Marken gesammelt wurden, hebt die Rentabilität von kombinierten OoH-/DOOH-Kampagnen hervor.

 

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Gewinn einer Kampagne um 11 Prozent steigt für jede 10% DOOH-Anteil in der Kampagne. 

 

Weitere Erkenntnisse der Studie:

 

1. Der optimale OoH-Anteil liegt bei 17 Prozent der Gesamtspendings.

 

2. Der optimale DOOH-Anteil liegt bei 57 Prozent der OoH Spendings.

 

3. Großformatige OoH-Kampagnen können es “wagen, zu digitalisieren” und höchste Gewinnrenditen bei einem DOOH-Anteil von 100 Prozent liefern.

 

4. Für Nicht-Fernseh-Werber ist DOOH unerlässlich, um den Gewinn zu steigern.

 

Die Ergebnisse spiegeln die zunehmende Bedeutung von DOOH wider, da Medieninhaber in mehr und hochwertigere Bildschirme an immer mehr Standorten in Großbritannien investieren.

 

https://www.moreaboutadvertising.com/