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Digitale Städte für digitale Bürger

ocean-body-20190907020453123Die jüngsten Zahlen von PwC zeigen, dass Außenwerbung in Großbritannien boomt. Laut PwC stieg OOH im Q2/2019 gegenüber dem Vorjahr um 9,4% auf £310 Mio. Betrachtet man das Gesamtbild entwickelte sich die digitale Außenwerbung mit einem Plus von 17,2% und einem Anteil von 51% am Gesamtumsatz im zweiten Quartal noch besser.

 

Der Aufstieg des Digitalen war einer der wichtigsten Faktoren für den anhaltenden Erfolg von OOH. Da Menschen in ihrem Alltag immer stärker auf digitale Technologien angewiesen sind, sind Städte zu digitalen Knotenpunkten geworden, bei denen die Konnektivität entscheidend ist.

 

Für Ocean, Betreiber von digitalen Bildschirmen wie Landsec’s Piccadilly Lights und Holland Park Roundabout, ist die Digitaltechnik der Schlüssel, der die Tür zur Beziehung zwischen Marke und Verbraucher öffnet.

 
“Unsere neurowissenschaftliche Forschung hat gezeigt, wie DOOH das Publikum ansprechen und die Langzeitgedächtniscodierung vorantreiben kann”, sagt Emma Jeffers, Ocean’s Senior Marketing Executive. “Der wahre Vorläufer der Gedächtniscodierung ist die Emotion, und ikonische, großformatige digitale Bildschirme sind viel besser geeignet, diese emotionale Reaktion hervorzurufen und diese langfristige Erinnerung zu fördern.”

 

Neben London betreibt Ocean ein Netzwerk in zahlreichen anderen britischen Städten, die ein wichtiges Publikum für Marken bieten. Diese “digitalen Städte” sind die wichtigsten wirtschaftlichen Treiber für Unternehmensinvestitionen und Beschäftigung in ihren Regionen. Sie beherbergen wohlhabende und zumeist akademisch ausgebildete Einwohner, die über Einkommen verfügen, das weitgehend dem der Londoner entspricht oder sogar darüber liegt.

 

Da immer mehr Dienste online angeboten werden, ist die Konnektivität zu einem entscheidenden Verbindungsstrang zwischen Städten und ihren Bürgern geworden. Digitale Städte haben sich zu digitalen Zentren entwickelt, die Daten und Technologien nutzen, um sowohl ihre individuelle Wirtschaft als auch das Leben ihrer Bürger zu verbessern.

 

Da der digitale Teil des täglichen Lebens der Bürger immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Fähigkeit, interaktive und dynamische, hyperlokale Inhalte bereitzustellen, ein wichtiger Faktor für Marken. Außerdem müssen Marken Wege finden, wie sie das Durcheinander der Botschaften, die den Kommunikationsmarkt überziehen, durchbrechen können. Hier kommt DOOH voll zur Geltung, was auch durch die neurowissenschaftlichen Studien von Ocean gezeigt wird.

 

https://www.campaignlive.co.uk/

Augmented Reality Kampagne für Facebook, Instagram und DOOH

MalariaMustDieInstagramFilterMalaria No More UK hat eine Botschaft während des Treffens der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York übermittelnt: “Malaria Must Die, So Millions Can Live”.

 

Dazu wurde eine Kampagne entwickelt, die digitale Medien und Out-of-Home kombiniert.
Die Kampagne startete im April mit einem Kurzfilm, in dem der Fußball-Superstar David Beckham in neun Sprachen zu sprechen scheint und die Zuschauer ermutigt, die Botschaft “Malaria muss sterben” auf einer Stimmpetition aufzunehmen. Das Video wurde mit Hilfe von Videosynthesetechnologie der künstlichen Intelligenz erstellt.

 

 

 

Malaria No More UK unternahm eine Woche später die nächsten Schritte mit der Einführung eines Augmented Reality Filters für Facebook und Instagram, welcher von Facebook und der interaktiven Kreativstudio- und Produktionsfirma Powster pro bono entwickelt wurde.

 
Der Filter fügt einen Schwarm tödlicher Moskitos um den Kopf der Person hinzu, die ihn benutzt, und diese Moskitos verschwinden erst, wenn die Worte “Malaria muss sterben” gesprochen werden.
Lebensgroße Versionen des Filters, die für Digital Out of Home Screens von Quividi entwickelt wurden, wurden an drei Standorten im Raum New York platziert.

 
Zusätzlich wurden mehr als 2.000 Digital Out of Home Screens mit Beckham, umgeben von Tausenden von Moskitos,  in New York aufgestellt.

 

https://www.adweek.com/

Ocean Outdoor übernimmt Visual Art

Visual-Art-Media-Mall-of-Scandinavia2Ocean Outdoor hat die schwedische digitale Werbeagentur Visual Art für € 63 Mio. gekauft, und damit seine Präsenz auf dem europäischen Markt weiter ausgebaut.

Interessant ist dabei für Ocean Outdoor die Präsenz von Visual Art in Schweden, Dänemark und Deutschland. In Deutschland werden die DOOH Werbeflächen in den von Visual Art ausgestatteten Shopping Centern von Goldbach vermarktet.

 

 

Zuletzt hatte das Unternehmen erst im März zwei auf Out-Of-Home Medien spezialisierte Unternehmen in den Niederlanden erworben.

 

Nach der Übernahme wird Ocean mit den Betreibern von Visual Art zusammenarbeiten, um ein 50-50 Joint Venture für Digital Signage-Technologie zu gründen, in das Ocean 15 Millionen Euro investieren wird. Das Gemeinschaftsunternehmen wird den Namen Visual Art Technologies tragen und Digital Signage Lösungen entwickeln, installieren und betreiben.

 

Ocean Outdoor konnte im H1/2019 einen Umsatzanstieg von 16 Prozent auf £41,9 Mio. verzeichnen. Der Bruttogewinn des Unternehmens wuchs um 19 Prozent auf £16,1 Mio., während die Rohertragsmarge ebenfalls anstieg. Abgesehen von den Auswirkungen der getätigten Übernahmen, sagte Ocean, dass der Umsatz durch Investitionen in den Content gefördert worden sei. Auch große Veträge, wie die Übertragung der Rugby-Weltmeisterschaft Ende diesen Monats und die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, tragen zum positiven Trend bei.

 

Ocean prognostiziert für das zweite Halbjahr ein etwas langsameres Wachstum, hielt aber an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest, die das Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich sieht.

 

https://www.cityam.com/

http://www.morningstar.co.uk/

 

 

 

 

UK: Sichtbarkeit von Display-Werbung erstmals über 70%

viewsDie Sichtbarkeit von Online-Werbung ist auf dem höchsten Niveau, das je in Großbritannien erreicht wurde, so die neuen Zahlen von Integral Ad Science.

 

Der neueste Media Quality Report des Ad-Zertifizierungsunternehmens zeigt, dass die Sichtbarkeit von Desktop-Display-Ads im ersten Halbjahr 2019 auf 70,9 Prozent angestiegen ist, ein Anstieg von 7,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

 

Großbritannien liegt damit deutlich über dem globalen Durchschnitt von 61,6 Prozent bei Display-Sichtbarkeit und hat nach Kanada (73,6 Prozent) die höchste Sichtbarkeitsrate unter den weltweiten größten Online-Werbemärkten. Für Deutschland ist die Sichtbarkeitsrate für Display Werbung im Q2/2019 auf 57 Prozent gestiegen (Q1/2019: 54 Prozent).

 

Der Bericht zeigt außerdem einen stetigen Rückgang des Markenrisikos in Großbritannien mit einem Rückgang um 1,7 Prozentpunkte von 4,5 Prozent im ersten Halbjahr 2018 auf 2,8 Prozent im gleichen Zeitraum diesen Jahres. Großbritannien liegt im globalen Risikoranking für Anzeigen, die neben ungeeigneten Inhalten gefunden werden, damit an dritter Stelle hinter Italien (1,9 Prozent) und Australien (2,5 Prozent), während der weltweite Durchschnitt 4,7 Prozent beträgt.

Deutschland liegt im Vergleich dazu mit 13,8 Prozent im H1/2019 weit über dem weltweiten Durchschnitt und verzeichnet sogar im Vergleich zum H1/2018 einen 3,4%igen Anstieg des Brand Risks (H1/2018: 10,4 Prozent).

 

https://www.campaignlive.co.uk/

UK: Transport for London startet programmatische DOOH Kampagne

small_tfl_programmatic_-_westfield_stratford_city_0Transport for London (TfL) hat eine  programmatische Digital Out-of-Home Kampagne gestartet, die Menschen ermutigt, die “wunderbare Welt des Off-Peak-Travelling” zu nutzen.

 

Die Kampagne ist die erste ihrer Art, die die VIOOH-Plattform von JCDecaux UK in London nutzt und DOOH Spots über die JCDecaux Kanäle Roadside, Rail, Mall und Tesco D6 ausliefert. Die Spots passen sich automatisch an Wochentag, Tageszeit, Ort und Wetter an. Die Anzeigen sollen Menschen dazu inspirieren, verschiedene Stadtteile Londons zu besuchen.

 

Die “Wonderful World of Off-Peak”-Kampagne, die in Zusammenarbeit mit Wavemaker und VCCP erstellt und entwickelt wurde, wird in London in Gebieten mit hohem Passagieraufkommen gezeigt. Dabei soll die Kampagne die Menschen ermutigen, auf nachhaltigere Verkehrsmittel wie Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln umzusteigen und die Möglichkeiten zu nutzen, die die Hauptstadt im Sommer zu bieten hat.

 

https://www.jcdecaux.co.uk/

UK: Co-op mit dynamischer DOOH-Kampagne

coopsummer4Die britische Lebensmittelkette Co-op hat eine landesweite dynamische Digital Out-of-Home Kampagne gestartet, die verschiedene Datenquellen nutzt, um kontextrelevante Anzeigen für mehr als 20 ihrer Sommerprodukte zu schalten.

 

 

Die von Posterscope in Zusammenarbeit mit Carat entwickelte Kampagne setzt dabei auf eine große Anzahl unterschiedlicher Spots mit jeweils einem eigenen Datentrigger. Dazu gehören Wetter, Temnperatur, Tageszeit und Großereignisse wie Wimbledon und der Notting Hill Carnival.

 

 

Die Anzeigen werden über die Dynamic Scheduling-Plattform von Posterscope Liveposter ausgespielt und umfassen auch direktionale Hinweise zu den nächstgelegenen Co-op Geschäften.

 

 

Die DOOH-Spots waren bis Ende August auf mehr als 600 digitalen CLP- und InLink-Bildschirmen in öffentlichen Bereichen zu sehen und sind Teil der breit angelegten nationalen Werbekampagne “Co-op Summer” in Print, Radio, Digital Video und Social Media.

 

 

https://www.prolificlondon.co.uk/

Nachrichtenportale senden Trackingdaten nach Russland

mobile_J_201792% der großen Nachrichten-Websites in den USA, Kanada, UK und Deutschland haben aktive, extern geladene Werbetracker, die Verhaltensdaten von Lesern über internationale Grenzen hinweg übermitteln – hauptsächlich nach Russland, so ein aktueller Bericht. Dies wirft Informationssicherheits- und Compliance-Probleme auf und setzt die Unternehmen einem höheren Risiko für Datenschutz- Verletzungen oder Datenmissbrauch aus.

 

Der Bericht von Feroot, der die Risiken analysiert, durchsuchte 13 Branchen, darunter Regierungsbehörden. Ziel war es, die automatisierte Erfassung personenbezogener Daten und den grenzüberschreitenden Datentransfer auf öffentlichen Websites und Web-Apps von anonymen Nutzern oder Kunden zu ermitteln. Laut Ivan Tsarynny, CEO bei Feroot, sind im Durchschnitt rund 40 Web-Tracking-Tools von Drittanbietern und fünf grenzüberschreitende Datenübertragungen ständig auf großen Nachrichten-Websites aktiv.

 

Ein Grund dafür ist, dass Nachrichtenseiten dazu neigen, doppelt so viele extern kontrollierte Skripte und Tools zu verwenden als andere Branchen. Viele der Medienseiten sind sich der Tracker nicht bewusst. Offensichtlich sind die Unternehmen, die Daten nach Russland übertragen, aber eher an Verhaltensdaten und an den Themen interessiert, die die Besucher der Nachrichtenseite lesen, um gezieltere Anzeigen zu schalten. Außerdem gibt es laut Feroot anscheinend keine Möglichkeit, genau zu sagen, warum die Daten erhoben werden oder ob sie missbraucht werden.

 

https://www.mediapost.com/

Wettergesteuerte DOOH-Kampagnen können Umsatz siknifikant erhöhen

166958_FW17_Shot_12_UK_OOH_16_1Chalice_1686_V11b_GRACOL-webNachgewiesenermaßen spielt das Wetter eine entscheidende Rolle beim Verkauf von Lebensmitteln. Ist es sonnig und heiß, verbessert sich die Stimmung der Menschen, die Kaufgewohnheiten werden beeinflusst und es führt zu signifikant höheren Umsätzen in den Kategorien Grillen, Eis und Bier. Darüber hinaus zeigt die Forschung, dass das Wetter auch die Ausgaben pro Artikel beeinflusst.

 

Mit dem Aufkommen programmatischer Werbeeinkäufe und digitaler Marketingkanäle gibt es nun die Werkzeuge, die benötigt werden, um wettergesteuerte Kampagnen effektiv zu nutzen. Diese ermöglichen es Marken Momente zu erkennen, die ihren Umsatz steigern (und ihre Marketingausgaben erhöhen) – sowie diejenigen, in denen sie Ausgaben vermieden werden können. Letztes Jahr startet Hoover zum Beispiel eine wettergetriebene programmatische DOOH-Kampagne in UK, die bei Regenwetter passende Werbung ausgespielt.

 

Die Marke Stella hat diese Möglichkeiten nun auch genutzt und historische Wetterdaten mit Verkaufskennzahlen für Cidre abgeglichen und entdeckt, dass ein Temperaturanstieg von zwei Grad über der Monatsnorm einen Umsatzanstieg auslöste. Daraufhin wurden digitale Out-of-Home Poster aufgrund ihrer Nähe zum Einzelhandel als optimaler Werbe-Kanal identifiziert. Stella führte die Kampagne auf Minutenbasis durch, die nur dann aktiviert wurde, wenn die Bedingungen für einen Kauf richtig waren.

 

Stella verzeichnete mit dieser Kampagne in UK ein deutliches Umsatzplus von 65,6% gegenüber dem Vorjahr, und da die Anzeigen nur unter optimalen Bedingungen geschaltet wurden, gab es keine verschwendeten Impressionen, was bedeutet, dass sie bis zu 50% kostengünstiger waren als eine herkömmliche digitale OOH-Kampagne.

 

Die Kampagne von Stella beweist, dass nicht nur extreme Wetterbedingungen den Erfolg von wettergesteuerten Kampagnen auslösen, sondern auch das Verständnis dafür, wie das Publikum auf die Bedingungen reagiert.

 

https://www.thegrocer.co.uk/