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Stagnation im deutschen Werbemarkt

infografik_16601_entwicklung_der_werbeausgaben_weltweit_und_in_ausgewaehlten_laendern_nEine aktuelle Prognose des Dentsu Aegis Network (DAN) geht davon aus, dass der deutsche Werbemarkt in den nächsten zwei Jahren stagnieren wird.

 

Gingen die Analysten im Juni letzten Jahres noch von einem Wachstum von jeweils 2,6 Prozent aus, werden jetzt nur noch 0,5 Prozent für 2019 und 2020 prognostiziert. Insgesamt wir der geringe Anstieg der Werbeausgaben hauptsächlich über Wachstum bei den digitalen Medien und zu einem kleinen Anteil auch beim Radio erreicht. Digital soll 2019 zum Beispiel um 6,5 Prozent wachsen und damit 39,3 Prozent der Investitionen auf sich vereinen.

 

Weltweit sind laut Dentsu Aegis Analysten aber neben Deutschland noch weitere kriselnde Werbemärkte zu finden. Vereinzelt gibt es aber Märkten – Indien, Russland, China und UK – bei denen die Media-Experten ein deutliches Wachstum im Vergleich zum Vorjahr erwarten.

 

www.horizont.net

https://de.statista.com

2019 wird 65% der digitalen Werbung programmatisch gebucht

Swiss-Vor-9-Bild-7-255687-detailnpIn der Horizont:

 

Die neueste Zenith Programmatic Marketing Forecast prognostiziert, dass programmatische Werbung in den nächsten Jahren weltweit um 19 Prozent wachsen wird und ein Volumen von 84 Milliarden US-Dollar erreicht.

 

Im laufenden Jahr gaben Werbekunden 70 Milliarden Dollar für porgrammatische Werbung aus. In 2019 werden es 84 Milliarden Dollar sein, was 62 Prozent der Ausgaben für digitale Medien entspricht. Im Jahr 2020 werden laut Zenith 98 Milliarden US-Dollar für programmatische Werbung ausgeben werden, was 68 Prozent ihrer Ausgaben für digitale Medien entsprechen wird.

 

Insgesamt geht Zenith davon aus, dass die programmatische Werbung in 2019 um 19 Prozent wachsen wird, gefolgt von 17 Prozent Wachstum im Jahr 2020 (in 2017 waren es noch 32 Prozent, in 2018 noch 24 Prozent Wachstum).

 

Die USA stellen mit 40,6 Milliarden US-Dollar und 58 Prozent der Gesamtausgaben in 2018 den größten programmatischen Werbemarkt. Dort werden bereits 83 Prozent aller digitalen Medien programmatisch gehandelt. An die zweite Stelle setzt sich Kanada mit 82 Prozent Programmatic-Anteilen an der digitalen Werbung.

 

Bis 2020 wird in diesen Märkten (einschließlich UK und Dänemark) die programmatische Werbung über 80 Prozent der digitalen Medien ausmachen. Kanada wird laut Zenith Prognose in 2020 sogar schon zum reinen programmatischen Handel übergegangen sein.

 

Insgesamt hat die Einführung von Datenschutzvorschriften wie der DSGVO laut Zenith zu einer Verlangsamung programmatischen Wachstums geführt. Zenith erwartet aber, dass früher oder später alle Märkte dem Beispiel Kanadas folgen werden und den programmatischen Handel zur Standardeinkaufs-Methode für alle Medien machen.

 

www.horizont.net

www.zenithmedia.com

UK: Zum Fest Online statt TV

UK_2552Wie der Guardian berichtet, scheinen dieses Jahr viele Werbungtreibende in Großbritannien ihre Werbung im letzten Quartal des Jahres weniger im TV zu platzieren, sondern eher auf digitale Medien zu verteilen.

 

Wie die Advertising Association und Warc melden, werden die Ausgaben für TV-Werbung vor Weihnachten insgesamt um gut £44 Mio. (€50,5 Mio.) zurückgehen, obwohl sich die Gesamtausgaben im britischen Werbemarkt im Vergleich zum Q4/2017 um £300 Mio. (€345 Mio.) auf £6,4 Mrd. (€7,4 Mrd.) erhöht haben.

 

Als Folge dieser Entwicklung ist schon beim britischen ITV der Aktienkurs um 5% eingebrochen.

 

Bei den digitalen Medien kann man sich hingegen über einen Zuwachs der Werbeausgaben von 12% im 4. Quartal freuen. Advertising Association/Warc gehen davon aus, dass es im Vergleich zu 2017 zu einem Anstieg von £90 Mio. (€103 Mio.) kommen wird. Insgesamt würden dadurch vor Weihnachten die Werbeausgaben in diesem Bereich auf £3,5 Mrd. (€4,0 Mrd.) steigen.

 

www.theguardian.com

Werbebetrüger kassierten 1,27 Milliarden Dollar pro Jahr

ondrej-supitar-203465-94686d7a8f77ed82Auf Heise.de:

 

Google hat sich für eine neue Studie mit Werbedienstleistern und Verlagen wie der New York Times, der Washington Post und Business Insider zusammengetan, um das Ausmaß von Werbebetrug in digitalen Medien zu untersuchen.

 

Das Ergebnis: Teilweise wurde mehr als fünfzigmal so viel Werbung verkauft als die gebuchten Webseiten tatsächlich ausgespielt haben. Damit wanderten hochgerechnet  täglich 3,5 Millionen US-Dollar an Betrüger, die eigentlich an Verlage hätten ausbezahlt werden sollen. Dies entspräche einem jährlichen Schaden von 1,27 Milliarden US-Dollar.

 

Der Werbebetrug wird besonders durch Programmatic Advertising ermöglicht. Durch die Zersplitterung des Marktes fehlt vielen Werbekunden die Übersicht, an wen konkret sie ihre Werbegelder bezahlen.  Betrüger nutzen dies, indem sie vorgeben, im Auftrag bestimmter Websites Werbeplätze zu vermarkten.

 

Google empfiehlt zur Abwehr dieses Werbebetrugs die Industrie-Initiative Ads.txt. Hier können Website-Betreiber über eine standardisierte Textdatei veröffentlichen, mit welchen Werbemarktplätzen sie tatsächlich zusammenarbeiten.

 

Mehr dazu unter: https://www.heise.de/