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Nielsen: Werbemarkt im April massiv eingebrochen

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Was sich im März schon angedeutet hat, ist im April nun bittere Wahrheit geworden: Laut Nielsen verzeichnet der deutsche Werbemarkt im April 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen deutlichen Rückgang von 21,3 Prozent. Dabei haben alle Medien Verluste hinnehmen müssen.

Am stärksten von der Corona-Krise betroffen ist das Kino mit einem Rückgang von 99,8 Prozent im April – hier macht sich einfach die Schließung der Kinosäle bemerkbar. Doch bei den anderen Medien zeigt sich, dass die zu Lockdown-Zeiten verstärkte Nutzung sich nicht automatisch positiv auf die Werbeeinnahmen ausgewirkt hat: So verzeichnet Radio ein Minus von 42,1 Prozent (Privat Radio minus 40,4 Prozent, öffentlich-rechtlich minus 47,4 Prozent). Und auch TV weist im April einen Rückgang von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus.

Die Verluste im Bereich Out-of-Home fallen dagegen geringer aus als erwartet und betragen im April minus 12,5 Prozent, wobei hier am stärksten der Ambient-Bereich betroffen ist (minus 80 Prozent). Plakat verliert nur 10,1 Prozent, Transport-Medien 15,5 Prozent sowie At-Retail Medien 5,8 Prozent.

www.wuv.de

PwC: Mehr als 50% des DOOH-Wachstums in Asien

PwC OoH GrowthDer aktuelle Entertainment & Media Outlook von PwC geht davon aus, dass der Ausbau der Infrastruktur im asiatisch-pazifischen Raum, angeführt von China, die Kapazität für neue DOOH-Bestände bis 2023 merklich erhöht. Die Region wird im Prognosezeitraum insgesamt bis 53% zum Anstieg der weltweiten OOH-Einnahmen beitragen.

 

Laut PwC wird die Digitalisierung weiterhin das Wachstum der Out-of-Home (OOH)-Werbung vorantreiben, da immer mehr statische Displays in digitale Flächen umgewandelt werden und die Werbetreibenden zunehmend die Möglichkeiten der Zielgruppenmessung und des programmatischen Einkaufs nutzen.

 

Neue Marktteilnehmer bei OOH wie Streaming-Plattformen, Suchmaschinenanbieter und E-Commerce-Unternehmen – angezogen durch den steigenden Wert der Datenerfassung innerhalb des Formats – verändern zudem die Wettbewerbslandschaft.

 

Ab dem Jahr 2021 werden die physischen OOH-Umsätze infolge der fortschreitenden Digitalisierung zurückgehen, da statische Plakate und Displays in Schlüsselmärkten auf digital umgestellt werden.

 

https://mediaoutlook.pwc.com/

Imas-Studie: Digitalwerbung wird nicht akzeptiert

In der W&V:

imas_studie_digitalwerbungIn der groß angelegten Studie von Imas International, München, wurden 1013 Interviews mit Menschen geführt, die repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren stehen. Dabei wurden Kriterien wie „nervig“, „unterhaltsam“ oder „nützlich“ abgefragt, etwa „um Informationen über neue Produkte zu erhalten“.

 

Nach der aktuellen Erhebung schneiden ausgerechnet Print und Plakat am besten ab, Schlusslicht bei der Akzeptanz von Werbeformen ist das Medium Online.

 

Den größten Nutz-Faktor  testiert Imas dem Medium Fernsehen (69 Prozent) – mit dem Malus, dass zugleich 66 Prozent der Befragten TV-Werbung als nervig empfinden. Eine weitere Überraschung der Imas-Studie: Videowerbung im Internet funktioniert nicht annähernd so gut wie Spots im Fernsehen.

 

Out-of-Home-Werbung ist nach Imas „positiv im Bewusstsein verankert“, störe am allerwenigsten und gebe oft nützliche Tipps. Radio störe, nütze und unterhalte jeweils auf deutlich niedrigerem Niveau als Werbung im Fernsehen.

 

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https://www.wuv.de/medien