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WARC Global Ad Trends: Werbemarkt bricht deutlich weniger stark als 2009 ein

Die durch den Coronavirus-Abschwung verursachten Schäden am globalen Werbemarkt werden weniger schwerwiegende Auswirkungen haben als die der Finanzkrise von 2009. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Prognose von WARC. Das Werbeforschungsinstitut hat 96 Märkte weltweit untersucht: Demnach werden die weltweiten Werbeausgaben 2020 um 8,1 Prozent beziehungsweise 49,6 Milliarden US-Dollar auf 563 Milliarden US-Dollar sinken. 2009 lag der Rückgang bei 12,7 Prozent.

Die Entwicklung trifft die einzelnen Mediengattungen und Regionen sehr unterschiedlich. Von der Rezession besonders hart betroffen ist Europa: Hier gehen die Werbeausgaben insgesamt um 12,2 Prozent (18,1 Milliarden) auf 129,9 Milliarden US-Dollar zurück. Dabei werden die Märkte in Italien (-21,7 Prozent), Frankreich (-18,7 Prozent) und Großbritannien (-16,4 Prozent) am stärksten leiden. Deutschland kommt dagegen mit einem Minus von 6,1 Prozent noch relativ glimpflich davon. Damit würde der Werbemarkt laut WARC um 1,5 Milliarden US-Dollar auf 24,9 Milliarden schrumpfen.

Laut WARC wird es dabei den traditionellen Mediengattungen weitaus schlechter ergehen als den digitalen Kanälen. So ist mit deutlichen Rückgängen in den Bereichen Kino (-31,6 Prozent), Out-of-Home (-21,7 Prozent), Zeitschriften (-21,5 Prozent), Zeitungen (-19,5 Prozent), Radio (-16,2 Prozent) und Fernsehen (-13,8 Prozent) zu rechnen. Die Online-Medien sollen dagegen sogar mit einem leichten Plus von 0,6 Prozent aus Krise herauskommen.

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