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Sidewalk Labs gibt Smart-City-Pläne für Toronto auf

Die zum Google-Mutterkonzern Alphabet gehörende Firma Sidewalk Labs hat ihre Pläne für den Aufbau eines „Smart District“ in Toronto aufgegeben. Grund ist die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dabei sollte „Smart Neighbourhood“, das in den letzten Jahren auch im Fokus der Sidewalk Labs stand, zu einem Vorzeigeprojekt für „Smart Cities“ auf der ganzen Welt werden.

In einem Blog-Beitrag erklärte Sidewalk Labs-CEO Dan Doctoroff, dass die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den Immobilienmarkt es unmöglich machten, das Projekt in Toronto fortzusetzen. Allerdings würde die Arbeit, die das Unternehmen bisher in das Projekt investiert habe, weiterhin „einen sinnvollen Beitrag zur Entwicklung großer Stadtprojekte“ leisten.

Mit ihrem Rückzug kam die Alphabet-Tochter, die bei ihrer Auswahl als Bauträger des Gebiets heftiger Kritik von Datenschützern und Bürgerinitiativen ausgesetzt war, der Stadt Toronto zuvor: Diese wollte am 20. Mai endgültig entscheiden, ob das Projekt fortgesetzt werden sollte oder nicht.

https://cnbc.com

New York City will $ 30 Mio. von Google-Tochter

038ccf58cc1d44aac72d72dfa28025b416b0.w700.a700x467Die neue Technologie-Chefin von New York City, Jessica Tisch, droht damit, das Google-gebundene Konsortium, das die kostenlosen WiFi-Kioske des Big Apple liefert, wegen massiver Verzögerungen bei der Installation und wegen des Versäumnisses, der Stadt mehr als 30 Millionen Dollar zu zahlen, vor Gericht zu stellen.

 

Tisch, sagte bei einer Anhörung letzte Woche vor dem Stadtrat, dass die Firma CityBridge, die sich teilweise im Besitz der Google-Muttergesellschaft Alphabet befindet, mit neuen „LinkNYC“-Stationen nur schleppend vorankommt, trotz wiederholter Bemühungen, die Installationsprobleme zu lösen, mit denen sie konfrontiert sind.

 

Die Stadt erwartet, dass CityBridge bis zu 10.000 Kioske in allen fünf Stadtbezirken installiert – was der Stadt in den ersten 12 Jahren mehr als 500 Millionen Dollar an Einnahmen einbringen sollte. Seit der Einführung des Systems im Jahr 2016 sind die Einnahmen allerdings sehr gering ausgefallen. Beamte teilten dem Rat mit, dass die Mehrzahl der kostenlosen WiFi-Stationen, die noch installiert werden müssen, für die Gemeinden in den Vororten vorgesehen sind. „Die New Yorker, die am meisten von diesem Dienst profitieren würden, bekommen ihn nicht“, sagte Tisch.

 
Darüber hinaus gab Tisch an, dass CityBridge nur 2,6 Millionen der 33 Millionen Dollar, die für das Geschäftsjahr 2019 geschuldet werden, bezahlt hat und für das am 30. Juni endende Geschäftsjahr noch keine Zahlungen auf die Rechnung von 43 Millionen Dollar geleistet hat.

 

Ein Sprecher von CityBridge bezeichnete Tisches Bemerkungen als „eine fiktive Erzählung, die die Verantwortung der Stadt für den aktuellen Stand der Dinge ignoriert. Während die Nutzung der kostenlosen Dienste von LinkNYC durch die Öffentlichkeit die Erwartungen bei weitem übertroffen hat, hat sich die Installation als schwieriger und kostspieliger als erwartet erwiesen – hauptsächlich aufgrund der eigenen Regeln und Bürokratie der Stadt“, sagte der Sprecher. „Fast zwei Jahre lang hat CityBridge versucht, mit der Stadt zusammenzuarbeiten, um diese Probleme zu lösen, aber wir wurden immer wieder mit Schweigen und Verzögerungen konfrontiert.“

 

Was bei der Anhörung nicht erwähnt wurde, ist, dass Beamte der Stadt erwägen, ihren Vertrag mit der Gruppe, die LinkNYC betreibt, zu kündigen – und den Kreditgebern zu erlauben, den Betrieb zu übernehmen, so eine hochrangige Quelle im Ministerium für Informationstechnologie und Telekommunikation (DoITT). „Wir sind bereit, jedes Recht im Rahmen des Franchise-Vertrags auszuüben“, sagte DoITT-Kommissarin Jessica Tisch

 

https://nypost.com/

https://thecity.nyc/

https://www.politico.com/

 

Google gibt heimlich persönliche Daten an Werbetreibende weiter

2-format2020Im Handelsblatt:

 

Laut einem Bericht der Financial Times wirft der Browser-Anbieter Brave Google vor, Datenschutzgesetze zu verletzen.

 

Google soll heimlich versteckte Webseiten nutzen, um personenbezogene Daten seiner Nutzer an Werbetreibende weitergeben zu können.  Dies wird mit Belegen der irischen Datenschutzbehörde untermauert.

 

Damit würde Google seine eigenen Regeln untergraben und EU-Datenschutzvorschriften umgehen.

 

Brave wirft Google vor, Nutzer seines Chrome-Browsers ohne ihr Wissen mit einem Identifizierungs-Tracker gekennzeichnet und diese an Drittanbieter weitergegeben zu haben, die sich auf einer versteckten Webseite angemeldet hatten. Der Tracker, mit dem das Surfverhalten der Nutzer ausgespäht worden sein soll, soll unter mehreren Werbeunternehmen geteilt worden sein, um noch passgenauere Werbung auszuspielen.

 

Auch in den USA hat der Suchmaschinenkonzern Ärger wegen Datenschutzverletzungen: Google und die zum Unternehmen gehörende Video-Plattform Youtube müssen 170 Millionen Dollar Strafe zahlen, weil sie widerrechtlich persönliche Informationen von Kindern gesammelt haben. Das teilte die US-Kartellbehörde FTC am Mittwoch mit.

 

https://www.handelsblatt.com/

U-Bahn in Los Angeles bekommt DOOH Screens von Google

metrobluelineDie Los Angeles County Metropolitan Transportation Authority (Metro) hat dem Medien und Technologie Unternehmen Intersection, einer Google-Tochter, den Auftrag erteilt im südlichen Teil des U-Bahn Netzes ein neues Nachrichten- und Werbenetzwerk zu installieren.

 

Hierbei sollen an jeder Station neue IxNTouch-Screens aufgestellt werden, an denen Zug- und Busankunftszeiten, Servicewarnungen und -hinweise und System- und Anschlusskarten sowie andere digitale Tools abgerufen werden können.

 

Insgesamt sollen 100 Screens bis zum Herbst installiert sein, wobei Intersection die gesamte Infrastruktur finanziert. Im Gegenzug plant das Medienunternehmen, die entstehenden Kosten und mehr durch DOOH-Werbung zu kompensieren.

 

https://www.sixteen-nine.net/

Toronto: Widerstand gegen Googles Datensammelpläne

dimsdims2Die Canadian Civil Liberties Association (CCLA) verklagt die drei kanadischen Regierungsebenen und die öffentlich finanzierte Organisation Waterfront Toronto wegen der geplanten „Smart Neighbourhood“ in Quayside.

 

In 2017 gewann Sidewalk Labs, ein Ableger von Googles Mutterkonzern Alphabet, die Rechte, einen Master Innovation and Development Plan (MIDP) für Quayside zu erstellen. Dieser Plan wird nach der Veröffentlichung von der Öffentlichkeit und der kanadischen Regierung begutachtet und es wird dann über die Umsetzung abgestimmt werden.

 

Obwohl die erste Version des Projektes noch nicht realisiert ist, regt sich schon massiver Widerstand gegen das Vorhaben von Sidewalk Labs. Die größte Sorge vieler Bürger und auch der CCLA betrifft das Sammeln von Daten und das Management der gesammelten Daten, falls das Projekt zu Stande kommt.

 

CCLA sieht besonders die kanadischen Regierungsebenen in der Pflicht neue robuste Gesetze für urbane Datenerhebungen zu schaffen und zwar bevor der MIDP für Quayside zur Realität wird.

 

https://www.engadget.com/