Alle Beiträge von Digital Media Institute

Kicker feiert 100-Jähriges auf Digital Out-of-Home

Der Kicker wird 2020 sage und schreibe 100 Jahre alt. Ihr großes Jubiläum feiert die Ikone unter den deutschen Fußball-Magazinen mit zahlreichen Maßnahmen. Eine davon ist eine bundesweiten DOOH-Kampagne auf den Public-Video-Screens von Ströer, die Ende Juni on air ging. Die auffälligen Motive zeigen – mit weißer Schrift auf knallrotem Grund – legendäre Zitate von Fußball-Promis wie Oliver Kahn, Dieter Hoeneß oder Reiner Calmund.

Zu sehen ist die Kampagne in 18 Städten, wobei jede Region ein auf sie zugeschnittenes Zitat erhalten hat. Während Horst Hrubesch in Hamburg mit „Manni, Bananenflanke, ich, Kopf, Tor!“ eine Anleitung fürs Toreschießen gibt, ruft Christian Streich in Freiburg zu mehr echter Fußball-Kultur und Fan-Nähe auf: „Ein Verein gehört nicht einem Menschen – er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren.“ Am 14. Juli, dem Kicker-Geburtstag selbst, werden alle Video-Tafeln ein Zitat des Kicker-Gründers Walther Bensemann zeigen.

www.new-business.de

APG|SGA baut ihr digitales Angebot an Bahnhöfen aus

Der Schweizer Außenwerber APG|SGA setzt den Roll-Out seiner digitalen Werbeträger fort. Nach der erfolgreichen Konzepteinführung im Züricher Hauptbahnhof im Februar 2020 wurden auch die SBB-Bahnhöfe Bern und Luzern mit weiteren Screens ausgestattet. Mit den neuen Installationen kommt die APG|SGA auf aktuell 13 Branding-Zonen in Zürich, Bern und Luzern, die insgesamt 157 so genannte „ePanels“ umfassen.

Im Bahnhof Bern wurden insgesamt 23 zusätzliche Screens installiert. Diese bilden gemeinsam mit den bisherigen 33 DOOH-Werbeträgern fünf kombinierbare Branding-Zonen: Zu den schon länger bestehenden „AdWalk City“ und „AdWalk University“ kamen nun neu die Zonen „CityFloor“, „CommercialZone“ und „Wave“ hinzu. Im Bahnhof Luzern sind nun dreimal soviele Screns als zuvor im Angebot, die ebenfalls in Branding-Zonen eingeteilt wurden: Insgesamt 24 DOOH-Werbeträger stehen hier in den Bereichen „CityFloor“ und „CommercialZone“ für Werbung zur Verfügung.

www.invidis.de

Verhalten optimistischer Blick in die Zukunft der US-Werbeindustrie

Die Hälfte des Jahres ist so gut wie vorbei und es ist wieder an der Zeit für die diversen Prognosen, wie die Werbewirtschaft in den einzelnen Ländern aus dem aktuellen Werbejahr herausgehen wird. Los geht es mit den USA: Nach WARC (siehe dazu die vorherige News) veröffentlichten nun auch IPG Mediabrands ihren „Magna Global Ad Report“ und GroupM den „This Year, Next Year“-Bericht für den amerikanischen Werbemarkt. Und obwohl die Vorhersagen wohl noch niemals zuvor so schwierig wie in diesem besonderen Corona-Jahr waren: Alle drei Studien blicken verhalten optimistisch in die Zukunft der Werbezunft.

Zwar rechnet die GroupM in den USA mit einem Rückgang der Werbeausgaben von 13 Prozent. Doch damit geht die weltgrößte Media-Agenturgruppe ähnlich wie das Forschungsinstitut WARC davon aus, dass der Corona-bedingte Einbruch geringer ausfallen dürfte als in der Finanzkrise 2009 (-16 Prozent). Dabei soll Online mit einem Minus von 3 Prozent aktuell noch am besten aus der Krise kommen. TV (-7 Prozent), Print (-26 Prozent), Audio (-24 Prozent) und Out-of-Home (-21 Prozent) müssen dagegen schon härter kämpfen.

Die IPG-Tochter Magna prognostiziert für die Vereinigten Staaten einen Rückgang der Werbeeinnahmen um 4,3 Prozent von insgesamt 11 Milliarden auf 213 Milliarden US-Dollar (2019: 224 Milliarden US-Dollar). Positiv für die Entwicklung sollen sich hier die anstehenden Präsidentschaftswahlen und die damit verbundene Werbung auswirken. Für 2021 erwartet Magna bereits eine Erholung der US-Werbeumsätze, die um 4 Prozent auf 222 Milliarden US-Dollar steigen werden.

Auch die IPG-Tochter erwartet für die meisten Mediengattungen deutliche Rückgänge: So sollen die nationalen TV-Werbeeinnahmen in diesem Jahr um 13 Prozent, die Print-Werbeeinnahmen um 26 Prozent und die Radio-Werbeeinnahmen um 17 Prozent schrumpfen. Auch die Umsätze von Out-of-Home (-17,5 Prozent) und Kino (-36 Prozent) werden spürbar zurückgehen. Nur Digital soll sich im Sommer stabilisieren und in der zweiten Jahreshälfte soweit erholen, dass das Jahr mit einem Plus von 2 Prozent auf 130 Milliarden US-Dollar abgeschlossen werden kann.

Weltweit werden die Anzeigenverkäufe laut Magna in diesem Jahr um 7 Prozent zurückgehen, und zwar um 42 Milliarden US-Dollar auf 540 Milliarden US-Dollar. Allerdings werden sich die Folgen der Covid-19-Pandemie noch länger im globalen Werbemarkt bemerkbar machen: So senkte Magna seine Prognose für 2022-2024 von 4,5 Prozent auf 3,5 Prozent Wachstum pro Jahr.

www.meedia.de, www.adweek.com, www.groupm.com, www.magnaglobal.com

WARC Global Ad Trends: Werbemarkt bricht deutlich weniger stark als 2009 ein

Die durch den Coronavirus-Abschwung verursachten Schäden am globalen Werbemarkt werden weniger schwerwiegende Auswirkungen haben als die der Finanzkrise von 2009. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Prognose von WARC. Das Werbeforschungsinstitut hat 96 Märkte weltweit untersucht: Demnach werden die weltweiten Werbeausgaben 2020 um 8,1 Prozent beziehungsweise 49,6 Milliarden US-Dollar auf 563 Milliarden US-Dollar sinken. 2009 lag der Rückgang bei 12,7 Prozent.

Die Entwicklung trifft die einzelnen Mediengattungen und Regionen sehr unterschiedlich. Von der Rezession besonders hart betroffen ist Europa: Hier gehen die Werbeausgaben insgesamt um 12,2 Prozent (18,1 Milliarden) auf 129,9 Milliarden US-Dollar zurück. Dabei werden die Märkte in Italien (-21,7 Prozent), Frankreich (-18,7 Prozent) und Großbritannien (-16,4 Prozent) am stärksten leiden. Deutschland kommt dagegen mit einem Minus von 6,1 Prozent noch relativ glimpflich davon. Damit würde der Werbemarkt laut WARC um 1,5 Milliarden US-Dollar auf 24,9 Milliarden schrumpfen.

Laut WARC wird es dabei den traditionellen Mediengattungen weitaus schlechter ergehen als den digitalen Kanälen. So ist mit deutlichen Rückgängen in den Bereichen Kino (-31,6 Prozent), Out-of-Home (-21,7 Prozent), Zeitschriften (-21,5 Prozent), Zeitungen (-19,5 Prozent), Radio (-16,2 Prozent) und Fernsehen (-13,8 Prozent) zu rechnen. Die Online-Medien sollen dagegen sogar mit einem leichten Plus von 0,6 Prozent aus Krise herauskommen.

www.horizont.net

England: Corona-Krise sorgt für Umsatzrückgang von OOH – DOOH ist nicht betroffen

Die Corona-Krise hinterlässt auch im britischen Out-of-Home-Markt ihre Spuren: Wie der Out-of-Home-Verband Outsmart bekannt gegeben hat, hat die Außenwerbebranche in Großbritannien im 1. Quartal 2020 insgesamt einen Umsatz von 276 Millionen Pfund Sterling erzielt. Das entspricht einem Rückgang von -3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (285 Millionen Pfund Sterling im 1. Quartal 2019).

Dabei befand sich die britische OOH-Branche Anfang des Jahres noch auf einem sehr guten Kurs, wie die von PwC zusammengetragenen Zahlen zeigen: So lagen die Umsätze im Januar um 1,8 Prozent und im Februar um 3,8 Prozent höher als in den jeweiligen Vorjahresmonaten. Der März mit der als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie verhängten Ausgangssperre sorgte aber dann für einen deutlichen Einbruch, sodass die Branche nun mit einem Minus von 3,1 Prozent aus dem 1. Quartal gegangen ist.

Allerdings haben sich die einzelnen Bereiche sehr unterschiedlich entwickelt: Während die klassische Außenwerbung in Q1 2020 einen Rückgang von -11,1 Prozent verzeichnet (gegenüber +3,1 Prozent in Q1 2019), kann Digital Out-of-Home weiterhin um 5,2 Prozent wachsen (gegenüber +10,9 Prozent in Q1 2019).

Auch für das 2. Quartal rechnet Outsmart noch mit einem deutlichen Rückgang für den gesamten Außenwerbemarkt. Eine Erholung ist laut dem Verband erst ab dem 3. und 4. Quartal 2020 in Sicht.

www.outsmart.org.uk

Umsätze der meisten OWM-Mitglieder gehen zurück

Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) hat eine Umfrage unter ihren Mitgliedsunternehmen zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf ihre Geschäftsentwicklung und Werbemaßnahmen durchgeführt. Demnach kämpfen 60 Prozent der befragten Mitglieder mit Umsatzrückgängen, was sich auch in den Werbeinvestitionen widerspiegelt. Am stärksten von den Kürzungen der Werbemaßnahmen betroffen sind die klassischen Medien.

„Viele Unternehmen haben konsequent reagiert und ihre Kampagnen angepasst. Das hat natürlich auch deutliche Auswirkungen auf den deutschen Werbemarkt“, sagt Joachim Schütz, Geschäftsführer der OWM. So haben mehr als 80 Prozent der Unternehmen in bereits laufende Kampagnen eingegriffen, indem diese entweder mit reduzierten Budgets weitergeführt oder ganz zurückgestellt wurden. Immerhin: Zwei Drittel der Mitgliedsunternehmen haben mit neuen Kampagnen auf die Corona-Krise reagiert oder haben einen solchen Werbeauftritt in Planung.

www.wuv.de

Talon launcht größte globale DOOH-Kampagne mit nutzergeneriertem Inhalt

Unter dem Motto #SendingLove startet die britische Out-of-Home-Agentur Talon die weltweit größte programmatische DOOH-Kampagne mit nutzergeneriertem Inhalt. Menschen aus aller Welt können sich daran beteiligen, indem sie mit den Händen ein Herz formen, ein Bild davon auf einer speziellen Landingpage hochladen und für den globalen Covid-19-Solidaritätsfond spenden. Das hochgeladene Bild wird dann rund um den Globus auf digitalen Out-of-Home-Screens ausgespielt und kann außerdem auch über soziale Kanäle geteilt werden.

Der Content wird zum einen über das globale OOH-Netzwerk Plexus von Talon ausgespielt. Zum anderen wird die Kampagne auch von der World Out of Home Organization (WOO) und ihren Mitgliedsorganisationen unterstützt und läuft auf Werbeflächen, die von 70 Anbietern in 153 Städten bis zum Ende der Kampagne am 14. Juni gespendet werden. Aus Deutschland sind unter anderen Glodbach, Ströer und BlowUp dabei.

www.wuv.de, www.talonoutdoor.com

Pilot Radar: Konsumverhalten normalisiert sich wieder

Mit der Öffnung des Handels nach dem Lockdown finden die Deutschen trotz Corona zu einem normalen Konsumverhalten zurück und planen auch wieder Urlaube. Das zeigt die neue Welle der Studienreihe Pilot Radar „Markenkommunikation in Zeiten von Corona“, die von Pilot seit der Pandemie wöchentlich durchgeführt wird. In der neunten Welle der Umfrage zu Einstellungen und Konsumverhalten der Deutschen hat die Hamburger Agentur am 13./14. Mai (KW 20) wieder über 1.000 repräsentative Online-Interviews erhoben, um daraus resultierend Empfehlungen für die Kommunikationsbranche abzuleiten. 

So sinkt die Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln, ebenso hat das Hamstern nachgelassen. Dabei entwickelt sich auch die Ausgabebereitschaft tendenziell positiv: Der Anteil der Menschen, die weniger Geld ausgeben wollen, ist von 45 Prozent Ende April (KW 13) auf aktuell 37 Prozent gesunken – und dies gilt auch für Personen, die wirtschaftlich von der Krise betroffen sind.

Die Studie ergab zudem, dass nach den Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen für viele Produkte des täglichen Bedarfs nun auch das Potenzial für Online-Kauf und Lieferservice wieder sinkt. Die Menschen freuen sich offensichtlich darüber, die heimischen vier Wände zu verlassen. Dabei ist die Schnäppchenjagd in vollem Gange, was sich auch auf die Einstellung zur Werbung auswirkt: Während Werbung für Sonderangebote und Rabatte besonders gut gefällt, nimmt die Begeisterung für Kampagnen, die den positiven Beitrag von Marken zeigen, weiter ab.

Mehr dazu unter www.pilot.de