APG|SGA baut ihr digitales Angebot an Bahnhöfen aus

Der Schweizer Außenwerber APG|SGA setzt den Roll-Out seiner digitalen Werbeträger fort. Nach der erfolgreichen Konzepteinführung im Züricher Hauptbahnhof im Februar 2020 wurden auch die SBB-Bahnhöfe Bern und Luzern mit weiteren Screens ausgestattet. Mit den neuen Installationen kommt die APG|SGA auf aktuell 13 Branding-Zonen in Zürich, Bern und Luzern, die insgesamt 157 so genannte „ePanels“ umfassen.

Im Bahnhof Bern wurden insgesamt 23 zusätzliche Screens installiert. Diese bilden gemeinsam mit den bisherigen 33 DOOH-Werbeträgern fünf kombinierbare Branding-Zonen: Zu den schon länger bestehenden „AdWalk City“ und „AdWalk University“ kamen nun neu die Zonen „CityFloor“, „CommercialZone“ und „Wave“ hinzu. Im Bahnhof Luzern sind nun dreimal soviele Screns als zuvor im Angebot, die ebenfalls in Branding-Zonen eingeteilt wurden: Insgesamt 24 DOOH-Werbeträger stehen hier in den Bereichen „CityFloor“ und „CommercialZone“ für Werbung zur Verfügung.

www.invidis.de

Verhalten optimistischer Blick in die Zukunft der US-Werbeindustrie

Die Hälfte des Jahres ist so gut wie vorbei und es ist wieder an der Zeit für die diversen Prognosen, wie die Werbewirtschaft in den einzelnen Ländern aus dem aktuellen Werbejahr herausgehen wird. Los geht es mit den USA: Nach WARC (siehe dazu die vorherige News) veröffentlichten nun auch IPG Mediabrands ihren „Magna Global Ad Report“ und GroupM den „This Year, Next Year“-Bericht für den amerikanischen Werbemarkt. Und obwohl die Vorhersagen wohl noch niemals zuvor so schwierig wie in diesem besonderen Corona-Jahr waren: Alle drei Studien blicken verhalten optimistisch in die Zukunft der Werbezunft.

Zwar rechnet die GroupM in den USA mit einem Rückgang der Werbeausgaben von 13 Prozent. Doch damit geht die weltgrößte Media-Agenturgruppe ähnlich wie das Forschungsinstitut WARC davon aus, dass der Corona-bedingte Einbruch geringer ausfallen dürfte als in der Finanzkrise 2009 (-16 Prozent). Dabei soll Online mit einem Minus von 3 Prozent aktuell noch am besten aus der Krise kommen. TV (-7 Prozent), Print (-26 Prozent), Audio (-24 Prozent) und Out-of-Home (-21 Prozent) müssen dagegen schon härter kämpfen.

Die IPG-Tochter Magna prognostiziert für die Vereinigten Staaten einen Rückgang der Werbeeinnahmen um 4,3 Prozent von insgesamt 11 Milliarden auf 213 Milliarden US-Dollar (2019: 224 Milliarden US-Dollar). Positiv für die Entwicklung sollen sich hier die anstehenden Präsidentschaftswahlen und die damit verbundene Werbung auswirken. Für 2021 erwartet Magna bereits eine Erholung der US-Werbeumsätze, die um 4 Prozent auf 222 Milliarden US-Dollar steigen werden.

Auch die IPG-Tochter erwartet für die meisten Mediengattungen deutliche Rückgänge: So sollen die nationalen TV-Werbeeinnahmen in diesem Jahr um 13 Prozent, die Print-Werbeeinnahmen um 26 Prozent und die Radio-Werbeeinnahmen um 17 Prozent schrumpfen. Auch die Umsätze von Out-of-Home (-17,5 Prozent) und Kino (-36 Prozent) werden spürbar zurückgehen. Nur Digital soll sich im Sommer stabilisieren und in der zweiten Jahreshälfte soweit erholen, dass das Jahr mit einem Plus von 2 Prozent auf 130 Milliarden US-Dollar abgeschlossen werden kann.

Weltweit werden die Anzeigenverkäufe laut Magna in diesem Jahr um 7 Prozent zurückgehen, und zwar um 42 Milliarden US-Dollar auf 540 Milliarden US-Dollar. Allerdings werden sich die Folgen der Covid-19-Pandemie noch länger im globalen Werbemarkt bemerkbar machen: So senkte Magna seine Prognose für 2022-2024 von 4,5 Prozent auf 3,5 Prozent Wachstum pro Jahr.

www.meedia.de, www.adweek.com, www.groupm.com, www.magnaglobal.com

WARC Global Ad Trends: Werbemarkt bricht deutlich weniger stark als 2009 ein

Die durch den Coronavirus-Abschwung verursachten Schäden am globalen Werbemarkt werden weniger schwerwiegende Auswirkungen haben als die der Finanzkrise von 2009. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Prognose von WARC. Das Werbeforschungsinstitut hat 96 Märkte weltweit untersucht: Demnach werden die weltweiten Werbeausgaben 2020 um 8,1 Prozent beziehungsweise 49,6 Milliarden US-Dollar auf 563 Milliarden US-Dollar sinken. 2009 lag der Rückgang bei 12,7 Prozent.

Die Entwicklung trifft die einzelnen Mediengattungen und Regionen sehr unterschiedlich. Von der Rezession besonders hart betroffen ist Europa: Hier gehen die Werbeausgaben insgesamt um 12,2 Prozent (18,1 Milliarden) auf 129,9 Milliarden US-Dollar zurück. Dabei werden die Märkte in Italien (-21,7 Prozent), Frankreich (-18,7 Prozent) und Großbritannien (-16,4 Prozent) am stärksten leiden. Deutschland kommt dagegen mit einem Minus von 6,1 Prozent noch relativ glimpflich davon. Damit würde der Werbemarkt laut WARC um 1,5 Milliarden US-Dollar auf 24,9 Milliarden schrumpfen.

Laut WARC wird es dabei den traditionellen Mediengattungen weitaus schlechter ergehen als den digitalen Kanälen. So ist mit deutlichen Rückgängen in den Bereichen Kino (-31,6 Prozent), Out-of-Home (-21,7 Prozent), Zeitschriften (-21,5 Prozent), Zeitungen (-19,5 Prozent), Radio (-16,2 Prozent) und Fernsehen (-13,8 Prozent) zu rechnen. Die Online-Medien sollen dagegen sogar mit einem leichten Plus von 0,6 Prozent aus Krise herauskommen.

www.horizont.net

England: Corona-Krise sorgt für Umsatzrückgang von OOH – DOOH ist nicht betroffen

Die Corona-Krise hinterlässt auch im britischen Out-of-Home-Markt ihre Spuren: Wie der Out-of-Home-Verband Outsmart bekannt gegeben hat, hat die Außenwerbebranche in Großbritannien im 1. Quartal 2020 insgesamt einen Umsatz von 276 Millionen Pfund Sterling erzielt. Das entspricht einem Rückgang von -3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (285 Millionen Pfund Sterling im 1. Quartal 2019).

Dabei befand sich die britische OOH-Branche Anfang des Jahres noch auf einem sehr guten Kurs, wie die von PwC zusammengetragenen Zahlen zeigen: So lagen die Umsätze im Januar um 1,8 Prozent und im Februar um 3,8 Prozent höher als in den jeweiligen Vorjahresmonaten. Der März mit der als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie verhängten Ausgangssperre sorgte aber dann für einen deutlichen Einbruch, sodass die Branche nun mit einem Minus von 3,1 Prozent aus dem 1. Quartal gegangen ist.

Allerdings haben sich die einzelnen Bereiche sehr unterschiedlich entwickelt: Während die klassische Außenwerbung in Q1 2020 einen Rückgang von -11,1 Prozent verzeichnet (gegenüber +3,1 Prozent in Q1 2019), kann Digital Out-of-Home weiterhin um 5,2 Prozent wachsen (gegenüber +10,9 Prozent in Q1 2019).

Auch für das 2. Quartal rechnet Outsmart noch mit einem deutlichen Rückgang für den gesamten Außenwerbemarkt. Eine Erholung ist laut dem Verband erst ab dem 3. und 4. Quartal 2020 in Sicht.

www.outsmart.org.uk

Umsätze der meisten OWM-Mitglieder gehen zurück

Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) hat eine Umfrage unter ihren Mitgliedsunternehmen zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf ihre Geschäftsentwicklung und Werbemaßnahmen durchgeführt. Demnach kämpfen 60 Prozent der befragten Mitglieder mit Umsatzrückgängen, was sich auch in den Werbeinvestitionen widerspiegelt. Am stärksten von den Kürzungen der Werbemaßnahmen betroffen sind die klassischen Medien.

„Viele Unternehmen haben konsequent reagiert und ihre Kampagnen angepasst. Das hat natürlich auch deutliche Auswirkungen auf den deutschen Werbemarkt“, sagt Joachim Schütz, Geschäftsführer der OWM. So haben mehr als 80 Prozent der Unternehmen in bereits laufende Kampagnen eingegriffen, indem diese entweder mit reduzierten Budgets weitergeführt oder ganz zurückgestellt wurden. Immerhin: Zwei Drittel der Mitgliedsunternehmen haben mit neuen Kampagnen auf die Corona-Krise reagiert oder haben einen solchen Werbeauftritt in Planung.

www.wuv.de