Talon launcht größte globale DOOH-Kampagne mit nutzergeneriertem Inhalt

Unter dem Motto #SendingLove startet die britische Out-of-Home-Agentur Talon die weltweit größte programmatische DOOH-Kampagne mit nutzergeneriertem Inhalt. Menschen aus aller Welt können sich daran beteiligen, indem sie mit den Händen ein Herz formen, ein Bild davon auf einer speziellen Landingpage hochladen und für den globalen Covid-19-Solidaritätsfond spenden. Das hochgeladene Bild wird dann rund um den Globus auf digitalen Out-of-Home-Screens ausgespielt und kann außerdem auch über soziale Kanäle geteilt werden.

Der Content wird zum einen über das globale OOH-Netzwerk Plexus von Talon ausgespielt. Zum anderen wird die Kampagne auch von der World Out of Home Organization (WOO) und ihren Mitgliedsorganisationen unterstützt und läuft auf Werbeflächen, die von 70 Anbietern in 153 Städten bis zum Ende der Kampagne am 14. Juni gespendet werden. Aus Deutschland sind unter anderen Glodbach, Ströer und BlowUp dabei.

www.wuv.de, www.talonoutdoor.com

Pilot Radar: Konsumverhalten normalisiert sich wieder

Mit der Öffnung des Handels nach dem Lockdown finden die Deutschen trotz Corona zu einem normalen Konsumverhalten zurück und planen auch wieder Urlaube. Das zeigt die neue Welle der Studienreihe Pilot Radar „Markenkommunikation in Zeiten von Corona“, die von Pilot seit der Pandemie wöchentlich durchgeführt wird. In der neunten Welle der Umfrage zu Einstellungen und Konsumverhalten der Deutschen hat die Hamburger Agentur am 13./14. Mai (KW 20) wieder über 1.000 repräsentative Online-Interviews erhoben, um daraus resultierend Empfehlungen für die Kommunikationsbranche abzuleiten. 

So sinkt die Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln, ebenso hat das Hamstern nachgelassen. Dabei entwickelt sich auch die Ausgabebereitschaft tendenziell positiv: Der Anteil der Menschen, die weniger Geld ausgeben wollen, ist von 45 Prozent Ende April (KW 13) auf aktuell 37 Prozent gesunken – und dies gilt auch für Personen, die wirtschaftlich von der Krise betroffen sind.

Die Studie ergab zudem, dass nach den Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen für viele Produkte des täglichen Bedarfs nun auch das Potenzial für Online-Kauf und Lieferservice wieder sinkt. Die Menschen freuen sich offensichtlich darüber, die heimischen vier Wände zu verlassen. Dabei ist die Schnäppchenjagd in vollem Gange, was sich auch auf die Einstellung zur Werbung auswirkt: Während Werbung für Sonderangebote und Rabatte besonders gut gefällt, nimmt die Begeisterung für Kampagnen, die den positiven Beitrag von Marken zeigen, weiter ab.

Mehr dazu unter www.pilot.de

Nielsen: Werbemarkt im April massiv eingebrochen

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Was sich im März schon angedeutet hat, ist im April nun bittere Wahrheit geworden: Laut Nielsen verzeichnet der deutsche Werbemarkt im April 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen deutlichen Rückgang von 21,3 Prozent. Dabei haben alle Medien Verluste hinnehmen müssen.

Am stärksten von der Corona-Krise betroffen ist das Kino mit einem Rückgang von 99,8 Prozent im April – hier macht sich einfach die Schließung der Kinosäle bemerkbar. Doch bei den anderen Medien zeigt sich, dass die zu Lockdown-Zeiten verstärkte Nutzung sich nicht automatisch positiv auf die Werbeeinnahmen ausgewirkt hat: So verzeichnet Radio ein Minus von 42,1 Prozent (Privat Radio minus 40,4 Prozent, öffentlich-rechtlich minus 47,4 Prozent). Und auch TV weist im April einen Rückgang von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus.

Die Verluste im Bereich Out-of-Home fallen dagegen geringer aus als erwartet und betragen im April minus 12,5 Prozent, wobei hier am stärksten der Ambient-Bereich betroffen ist (minus 80 Prozent). Plakat verliert nur 10,1 Prozent, Transport-Medien 15,5 Prozent sowie At-Retail Medien 5,8 Prozent.

www.wuv.de

Studie: Werbebudgets werden für sechs Monate und länger zurückgehalten

Die Corona-Krise wird auch langfristig deutliche Spuren im globalen Werbemarkt hinterlassen: Fast neun von zehn (89 Prozent) der globalen Marken haben ihre Marketingkampagnen verschoben, 52 Prozent halten ihre Werbespendings für sechs Monate oder länger zurück. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle „Covid-19 Response Tracker“ der World Federation of Advertisers (WFA). Demnach werden die globalen Werbebudgets in 2020 insgesamt um 31 Prozent zurückgehen.

Beim zweiten Studiendurchlauf, der Ende April durchgeführt worden ist, wurden 38 leitende Vermarkter in 17 Sektoren mit einem globalen Gesamtvolumen von 46 Milliarden US-Dollar befragt. Und deren Aussagen machen einen Trend deutlich, der der Werbebranche nicht gefallen dürfte: So ist die Zahl der Marken, die ihre Kampagnen aufgeschoben haben, im Vergleich zur ersten Befragung im März nochmal um acht Prozent gestiegen (89 Prozent versus 81 Prozent im März). Ebenso halten 33 Prozent mehr Marken ihr Budget zurück als noch bei der ersten Befragung.

Auch wenn parallel dazu immer mehr Unternehmen mit einer Art „Krisenreaktionskampagne“ on air gehen (68 Prozent gegenüber 32 Prozent im März), befürchtet die WFA dennoch, dass dies die vorgenommenen Kürzungen nicht ausgleichen werde. Die Folge ist, dass die globalen Werbebudgets im ersten Halbjahr voraussichtlich um 36 Prozent (gegenüber einem erwarteten Rückgang von 23 Prozent im März) und für das gesamte Jahr um 31 Prozent zurückgehen werden.

Dabei werden die traditionellen Medien laut WFA am stärksten von den Rückgängen betroffen sein. Für TV wird zwischen Januar und Juni weltweit ein Rückgang um 33 Prozent, für Radio um 25 Prozent, für Print um 37 Prozent, für Out-of-Home um 49 Prozent und für Events um 56 Prozent prognostiziert. Bei den digitalen Medien wird für Online-Video ein Rückgang um 7 Prozent und für die Online-Display um 14 Prozent erwartet. Werbung am Point of Sale verzeichnet ein Minus von 23 Prozent, Influencer Marketing Minus 22 Prozent.

Quellen: www. campaignlive.co.uk, www.thedrum.com

APG|SGA stärkt KMU mit Kampagne

Der schweizer Out-of-Home-Vermarkter APG|SGA hat zur Unterstützung von kleinen und mittleren Betrieben am 11. Mai 2020 eine schweizweite Außenwerbekampagne gestartet. Auf analogen und digitalen Werbeträgern werden Konsumentinnen und Konsumenten mit einem augenzwinkernden „Welcome back Out of Home“ dazu animiert, den Lockdown zu verabschieden und sich wieder auf den Besuch von Restaurants oder Geschäften zu freuen.

In der Schweiz treten seit dem 27. April nach und nach die Lockerungen der aufgrund der Corona-Krise verhängten Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Die APG|SGA fördert daher die KMU mit gezielten Maßnahmen und hat mit Unterstützung der Setaprint AG die landesweite Kampagne lanciert. Zu sehen sind dabei vier verschiedene Motive, die – je nach Region – auf Deutsch, Französisch oder Italienisch ausgehängt werden. Begleitet wird die Aktion mit Posts auf Social Media-Kanälen sowie Anzeigen in Newsportalen. Darüber hinaus verdoppelt die APG|SGA bis zum 21. August 2020 jeden durch KMU investierten Werbefranken.

https://www.apgsga.ch

VIOOH und TabMo gehen Kooperation ein

VIOOH, der offene, globale Digital-Out-of-Home-Marktplatz von JCDecaux, treibt die Kombination von DOOH und Mobile voran und ist eine strategische Partnerschaft mit TabMo eingegangen. Das europäische Adtech-Unternehmen bietet die Technologie für den Einkauf von Werbeflächen und ist dabei auf mobile Werbekampagnen spezialisiert.

Während VIOOH den Zugang zum Inventar von JCDecaux in England, USA, Deutschland, Italien, Belgien, Finnland und den Niederlanden bietet und allein in Großbritannien stündlich 25 Millionen Impressions erzeugt, bringt TabMo die DSP „Hawk“ in die Partnerschaft ein. Diese ermöglicht es Werbetreibenden, im programmatischen Media-Ökosystem weltweit Werbeplätze auf mobilen Endgeräten einzukaufen.

Die Kooperation „wird Marken dabei helfen, ihrem Publikum sowohl im mobilen als auch im OOH-Bereich ein nahtloses und einheitliches Erlebnis zu bieten“, sagt VIOOH-CEO Jean-Christophe Conti, der überzeugt ist, dass noch weitere Branchenteilnehmer dem Beispiel folgen werden, „um vom Boom der digitalen OOH-Werbung zu profitieren“.

www.prolificlondon.co.uk

Sidewalk Labs gibt Smart-City-Pläne für Toronto auf

Die zum Google-Mutterkonzern Alphabet gehörende Firma Sidewalk Labs hat ihre Pläne für den Aufbau eines „Smart District“ in Toronto aufgegeben. Grund ist die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dabei sollte „Smart Neighbourhood“, das in den letzten Jahren auch im Fokus der Sidewalk Labs stand, zu einem Vorzeigeprojekt für „Smart Cities“ auf der ganzen Welt werden.

In einem Blog-Beitrag erklärte Sidewalk Labs-CEO Dan Doctoroff, dass die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den Immobilienmarkt es unmöglich machten, das Projekt in Toronto fortzusetzen. Allerdings würde die Arbeit, die das Unternehmen bisher in das Projekt investiert habe, weiterhin „einen sinnvollen Beitrag zur Entwicklung großer Stadtprojekte“ leisten.

Mit ihrem Rückzug kam die Alphabet-Tochter, die bei ihrer Auswahl als Bauträger des Gebiets heftiger Kritik von Datenschützern und Bürgerinitiativen ausgesetzt war, der Stadt Toronto zuvor: Diese wollte am 20. Mai endgültig entscheiden, ob das Projekt fortgesetzt werden sollte oder nicht.

https://cnbc.com

Telstra verbucht Teilerfolg bei Rechtsstreit um DOOH-Screens an Telefonzellen

Die australische Telefongesellschaft Telstra hat in einem seit Mai letzten Jahres währenden Rechtsstreit gegen Sydney, Melbourne und Brisbane zumindest einen Teilerfolg erzielt: Die drei Metropolen wollten das Telekommunikationsunternehmen mittels einer Klage daran hindern, mit 75-Zoll-großen Werbedisplays versehene Telefonzellen im jeweiligen Stadtgebiet zu installieren. Der australische Bundesgerichtshof hat die Klage jedoch abgewiesen mit der Begründung, dass es sich bei dieser Art von Münztelefonen um „Low-impact“-Einrichtungen handele, für die es keine Genehmigung der Städte benötige.

Das Urteil hat für Telstra, die insgesamt 1800 solcher neuen Telefonzellen in ganz Australien installieren will, allerdings einen Haken: Die Telefongesellschaft darf ohne Planungsgenehmigung der jeweiligen Stadt auf den DOOH-Screens keine Werbung von Dritten schalten. Das heißt, die neue Generation von Werbetafeln für Münztelefone darf zwar installiert werden, kann aber vorerst nur für den „Standard-Telefondienst“ der Telstra werben. Die klagenden Städte Sydney, Melbourne und Brisbane sind allerdings mit dem Ausgang des Rechtsstreit auch nicht glücklich und wollen die Entscheidung überprüfen.

https://www.smh.com.au